Priming – Du bist, was du denkst

Kennst du das? Du bist morgens nicht sonderlich gut drauf – vielleicht weil du schlecht geschalfen hast oder dich unwohl fühlst. Nun stellst du dich vor den Spiegel und zwingst dich, dich selbst anzugrinsen. Du denkst an schöne Erinnerungen oder rufst dir einen besonderen Moment in den Kopf. Und tatsächlich, du fühlst dich besser. Kennst du das? Das ist es, was ich unter Priming verstehe. Die Möglichkeit sich über puren Willen und positive Gedanken in eine andere Stimmung zu versetzen.

Du bist, was du denkst.

Und was du denkst, sollte dem entsprechen, was du erreichen willst.

Dabei ist es gar nicht so wichtig, ob der Gedanke aus deinem tiefsten Inneren mit voller Überzeugung kommt, oder ob du dich selbst überreden willst. Du bist, was du denkst. Wenn du dich morgens vor den Spiegel stellst, grinst und an etwas denkst, dass die gute Laune bringt, wird es genau so kommen. Du wirst besser drauf sein. Und wenn du besser drauf bist, hast du auch mehr Motivation und Tatenkraft.

Ist es so einfach? Probier es aus. Höre doch mal in Happy rein. Wenn du danach kein lächeln auf den Lippen hast, kannst du es mir ja in die Kommentare schreiben und wir suhcen etwas anderes um dich zu überzeugen 😉

So, wie du deine Gedanken steuerst wirst du dich auch fühlen. Ein Beispiel?

Unser Hamster hat vor einigen Wochen das Zeitliche gesegnet. Meine Freundin war total traurig. Natürlich könnte man dem lieben Haustier nun hinterher trauern. Was wir gemacht haben, würden manche wohl als pietetlos bezeichnen. Wir haben den Hamster auf unserm „Friedhof der Haustiere“ beigesetzt und einen neuen geholt. Direkt am nächsten Tag.

Zu früh? Ich sage nein. Der Hamster ist schließlich tot. Nichts, was wir jetzt machen, wird ihn lebendig werden lassen. Aber das neue Haustier sorgt für ein Lachen im Gesicht und verdrängt düstere Gedanken. Etwas, dass ich persönlich besser finde.

Auswirkungen in Beruf und Leben

Aber was hat der Hamster nun mit dem großen Ganzen zu tun? Das ist einfach. Willst du morgens besser drauf sein, dann liegt das bei dir. Wenn du miesepetrig zur Arbeit gehst, und denkst, dass dich besser erst einmal alle in Ruhe lassen sollen, wirst du in dieser zeit keine großartige Leistung vollbringen. Das wiederrum wird sich auf deinen gesamten Tagesrhytmus auswirken.

Ein anderes Beispiel. Wer seinen Podcast mit erfolgreichen Menschen betankt, wird ihre Einstellung und ihre Gedanken verinnerlichen. Er wird selbst motivierter und größer denken. Etwas, wovon ich zumindest überzeugt bin. Und nicht nur das. Du bekommst nicht nur wertvolle Tipps der jeweiligen Speakter, sondern sie vermitteln dir direkt ihre Emotionen und ihre gesamte Einstellung. Etwas, dass besonders gut über persönliche Podcasts funktioniert. Ich habe auch schon viele Hörbücher von solchen Leuten gehört, doch gerade die Begeisterung und Emotion bleiben dann oft auf der Strecke.

Negatives Priming

Ich höre bei solchen Menschen oft eine Sache immer wieder. Menschen die erfolgreich sind, die Macher sind, verzichten auf das Fernsehen. Oh, dass heißt nicht, dass sie sich keine guten Filme anschauen oder mal ins Kino gehen. Aber sie verzichten auf Nachrichten oder Tageszeitungen. Was ist der Grund? Nachrichten haben vor allem eine Botschaft. Sie verdeutlichen, was alles schlecht in der Welt ist. Mit guten Nachrichten macht man keine Quote. Menschen wollen schockiert werden. Doch wenn man immer nur das Negative hört, beginnt man daran zu glauben. Vielleicht nicht einmal bewusst. Doch das Unterbewusstsein stellt sich genau auf diese Gedankenwelt ein. Als ich gestern nach langer Zeit mal wieder einen Tag auf der Couch verbracht habe, da ich Margen-Darm hatte, ist mir das wieder klar geworden. Einen Tag fernsehen und die entsprechende Werbung. Alle paar Minuten eine Meldung über Waldbrände, schreckliche Unfälle oder – mein persönlicher Hit – die Aussage, dass man sich doch besser jetzt ein Überlebenspaket kaufen sollte, da schreckliche Katastrophen ja immer passieren.

Genau dieses Spiel mit der Angst ist sehr profitabel für die Unternehmen, doch verheerend für die, die es sich anschauen. Denn es handelt sich um negatives Priming. Wenn ich z.B. meine Großeltern frage, wie sie die Welt beurteilen, bekomme ich ein sehr düsteres Bild gezeichnet. Dabei ist das nur eine Sicht auf die Welt. Ja, es gibt Waldbrände und Unfälle. Doch es gibt auch hunderte Unternehmer, die gerade jetzt die ersten Schritte in die Selbstständigkeit machen. Es gibt Mildtätigkeit und tatkräftige Unterstützung. Es gibt die, die nach vorne schauen.

Und wenn ich es mir aussuchen kann, dann lasse ich mich doch lieber 30 Minuten von einem erfolgreichen Menschen und seinen tollen Visionen berieseln, als 30 Minuten Nachrichten zu schauen, in der sich eine Katastrophe an die andere reiht.

Das heißt natürlich nicht, dass wir uns komplett vom aktuellen Geschehen entfremden sollen. Aber das, was wirklich wichtig in der Welt ist, bekommen wir auch über andere Wege mit. Spätestens, wenn unsere Bekannten uns darauf ansprechen. in diesem Fall, kann man sehr gezielt darauf zusteuern und sich genau das ansehen, was man wissen will. Und danach auch wieder ausschalten, um nicht in diese Negativspirale zu kommen.

Fazit

Damit kommen wir zu meinem Fazit. Achte darauf, was du liest, schaust und hörst. Denn so, wie gesundes Essen unseren Körper positiv beeinflusst, beeinflusst gesunde Information unseren Geist. Lass dich inspirieren von Menschen, die dort sind wo du hinwillst. Lass dir gute Laune von deiner Lieblingsmusik einimpfen. Du bringst mehr Leistung, wenn du gut drauf bist und es bringt niemanden etwas, wenn du dich nicht wohl fühlst.

Und zum Schluss noch ein Song, um in den richtigen Flow zukommen.

3 Kommentare zu „Priming – Du bist, was du denkst

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