Passierschein A38 – 31.01.20

Manchmal ist es schon faszinierend, wie ein deutsches Amt so arbeiten kann. Da ist bei einer Behörde doch tatsächlich seit 2 Wochen die IT Infrastruktur offline. Und was passiert? Na, wir füllen ein Formular aus, dass dann „demnächst“ digitalisiert wird. Natürlich erst, sobald das System wieder da ist und die nette Dame vom Amt alles händisch eingetragen hat. Willkommen Deutschland, willkommen Digitalisierung!

Inspiration

Ich liebe Hörbücher. Wirklich, ich liebe sie. Während man beim lesen all seine Aufmerksamkeit auf ein Buch richten muss, ermöglicht einem ein Hörbuch eine gewisse Flexibilität. Natürlich kann ich auch keine Konzepte oder E-Mails schreiben, während ich ein Hörbuch höre. Aber Tätigkeiten, welche meine analytische Gehirnhälfte benötigen, sind top dafür geeignet. Beispielsweise habe ich heute, zum Monatsabschluss, diverse Leistungsnachweise kontrolliert, Lieferscheine für meinen Rollout in die Excel übertragen und so weiter. Alles Tätigkeiten, die wenig Aufmerksamkeit benötigen und einen hohen Wiederholungsgrad haben.

Es hat fast etwas meditatives während dem Hörbuch hören diese Tätigkeiten zu machen, die meine Hände beschäftigt halten. Ja, ich mahce diese Tätigkeiten während dem Hörbuch hören, nicht umgekehrt. Denn tatsächlich ist 90% meiner Aufmerksamkeit genau auf das Hörbuch gerichtet.

Umgekehrt höre ich, während ich z.B. diesen Blog schreibe, eine Affirmation, die mein Unterbewusstsein erreicht, aber mich nicht aktiv vom schrieben abhält. Ich bekomme also Ruhe und Meditation auf die Ohren, während aus meinen Fingern eben diese Worte fließen.

Probiert es mal aus. Fordert euer Gehirn auf verschiedenen ebenen und erlebt, dass sich die unangenehmen, repetitiven Tätigkeiten quasi von alleine erledigen, während man selbst an einem viel spannenderen Thema ist.

Business und Blog

Ja, ja, Hörbuch, bla bla. Aber was ist denn jetzt mit dem Amt und dem Passierschein A38? Na gut. Ich erzähle es euch. Immer diese Ungeduld!

Meine Freundin sitzt wahrscheinlich gerade im Bett und grinst sich eins, während sie diese Zeilen liest. Denn nach kaum einer Woche bestätigen gängelns hat sie es geschafft, sich auf dem Ordnungsamt nach einem Gewerbeschein zu erkundigen. Aber wieso eigentlich nur erkundigen? Naja, wie gesagt. Die Komputer[sic!] sind ausgefallen. Und während das bei jedem gewinnorientierten Unternehmen eine mittlere Panik auslösen würde, haben unsere Staatsdiener einfach wieder auf Papier und Stift umgestellt. Man muss fast schon froh sein, dass sie nicht Tafel und Griffel gewählt haben. Digitalisierung? Cloud Dienste? Redundante Systeme? Scheiß drauf! „Das ham‘ wir immer scho‘ so g’macht!“ (https://dilbert.com/strip/2012-09-26)

Jedenfalls werden wir jetzt auf dem Postweg darüber informiert, wenn das System wieder geht. Wahrscheinlich schicken sie uns einen Reiter.

Fit und Gesund

Nein, ich war nicht. Ja, ja! Macht euch ruhig lustig. Dafür aber morgen. Ausrede? Natürlich habe ich eine. Aber fakt ist doch, das ändert auch nichts. Entsprechend morgen!

Übrigens haben wir inzwischen unsere eigenen Stalker. Meine Freundin wurde gestern schon per Telegram (Nein, nicht das mit der Schneckenpost. Die kommt ja nicht vom Amt!) gefragt, wie das Essen geschmeckt hat. Big Brother is whatching you.

3 Kommentare zu „Passierschein A38 – 31.01.20

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